Pflege von kleinen Hunden

Wie du deinen Hund pflegst

Natürlich kannst du mit den grundlegenden Pflegemaßnahmen für deinen Hund zum Tierarzt gehen, musst du aber nicht. Im Gegenteil kann es für deinen Hund sehr entspannend sein, wenn er nicht unbedingt die Räume eines Tierarztes betreten muss, um zum Beispiel die Krallen gekürzt zu bekommen. Vieles kannst du alleine machen – mit dem Nebeneffekt gleich für den nächsten Besucht beim Tierarzt üben zu können.

Das kannst du alles selbst machen

Es beginnt mit dem Kämmen des Fells und endet bei der Prophylaxe gegen Würmer und Zecken. Wir reden also keineswegs nur über das Striegeln und das Kürzen der Krallen – wenn dies natürlich auch zwei wichtige Maßnahmen sind. Du kannst damit nicht nur etwas für die Gesundheit deines Vierbeiners tun, sondern hast auch die Chance, ihm das Leben erheblich zu vereinfachen:

Du kannst nebenbei die Griffe üben, die auch ein Tierarzt vornehmen würde, um beispielsweise die Zähne zu kontrollieren
Wenn du prophylaktisch etwas gegen Zecken und Würmer tust, kannst du möglicherweise Krankheiten verhindern und unnötige Gabe von Chemie vermeiden
Haben die Krallen eine vernünftige Länge, kannst du Fehlhaltungen vorbeugen, was deinem Hund natürlich zu Gute kommt

Das sind natürlich nur einige Beispiele, um dir zu verdeutlichen, wie einfach du einem Hund das Leben einfacher machen kannst.

Krallen schneiden: Lieber oft ganz wenig

Viele haben Angst davor, ihrem Vierbeiner die Krallen zu schneiden. Doch es gibt einen sehr einfachen Trick, mit dem nicht mehr viel schief gehen kann: Du schneidest einfach häufig (alle zwei bis drei Tage) ganz wenig. So zieht sich das Leben in der Kralle nach und nach zurück und die Wahrscheinlichkeit, dass du deinem Hund wehtust, ist deutlich geringer. Eine Alternative wäre es, wenn du deinen Hund hin und wieder eine Strecke über Asphalt traben lässt. Das kann schon genügen, um die Krallen nicht schneiden zu müssen.

Doch wann sind die Krallen kurz genug? Wenn dein Hund normal steht, sollte ein Blatt Papier unter die Krallen passen. Mehr Luft ist nicht nötig, aber nur dann kann der Vierbeiner stehen, ohne dass die Krallen die Haltung der Beine beeinflussen.

Kämmen und gleichzeitige Kontrolle

Was für ein „Gerät“ zu benutzt, um deinen Hund zu kämmen, ist egal. Ob es eine Bürste ist oder beispielsweise ein Zoom Groom, der eher massiert, hängt nur davon ab, was dein Hund mag. Unter Umständen findet dein Vierbeiner es auch schöner, wenn du ihn einfach nur streichelst. Das stärkt nicht nur die Bindung und schweißt euch näher zusammen. Du kannst dabei auch gleich kontrollieren, ob es Veränderungen am Fell oder der Haut gibt oder ob dir sonst etwas auffällt. Worauf darfst du achten?

  • Zecken
  • Wunden
  • Beulen
  • Veränderungen
  • Schmerzhafte Stellen
  • und so weiter

Also alles, was dir nicht „normal“ erscheint, solltest du für dich im Hinterkopf behalten, um es beim nächsten Mal noch einmal zu kontrollieren. Ob du lieber gleich zum Tierarzt gehen willst oder es noch ein wenig beobachtest, kann man pauschal natürlich nicht beantworten. Höre auf dein Bauchgefühl und entscheide dann.

Zähne kontrollieren und ggf. putzen

Die Zähne sind für Hunde genau so wichtig wie für uns Menschen und können auf die gleiche Weise schmerzen. Deshalb darfst du sie regelmäßig kontrollieren und schon in frühen Jahren das Putzen selbiger üben. Gehe wie bei allen Pflegemaßnahmen ganz vorsichtig an die Sache und gib deinem Hund die Chance, zu verstehen, dass du es nicht böse meinst. Denke dran, dass er das alles nicht versteht und deshalb erst einmal skeptisch ist. Mit einer Portion Geduld und vielen tollen Leckerlies kommst du mit Sicherheit sehr weit.

Prophylaktische Maßnahmen

Würmer und Zecken sind nicht schön und natürlich kannst du Chemie verwenden, um sie zu verhindern. Du kannst aber auch erst einmal natürliche Maßnahmen ergreifen, um die Chemie vielleicht umgehen zu können. Statt alle drei Monate eine Wurmkur zu geben, kannst du zum Beispiel erst einmal den Kot über mehrere Tage sammeln und vom Tierarzt kontrollieren lassen. Gegen Zecken können beispielsweise Kokosöl und Teebaumöl helfen. Probiere es einfach einmal aus.

Fazit: Den Hund pflegen und gesund erhalten

Du kannst deinem Hund auf eigene Faust etwas Gutes tun und hast dabei auch noch die Chance, negative Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Auf diese Art stärkst du die Bindung, kannst den Gang zum Tierarzt unter Umständen vermeiden und üben, dass dein Vierbeiner sich anfassen lässt. Aber Achtung: Das funktioniert nur, wenn du ohne Zwang vorgehst und viel Geduld und Kekse mitbringst.

Mehr zur Hundepflege, findet sich hier. http://running-bulldogs.de/